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Berlin-Moabit
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Moabit ist ein Ortsteil des Bezirks Mitte in Berlin. Er wurde ab 1685 besiedelt und 1861 in Berlin eingemeindet. Der ehemalige Industrie- und Arbeiterbezirk ist vollständig von WasserstraĂen und Kanälen umgeben. Zwischen 1920 und 2001 war Moabit Teil des Bezirks Tiergarten und lag von 1945 bis 1990 im britischen Sektor der Viersektorenstadt Berlin.
Contents
⢠Geographie
⢠Geschichte
⢠Name
⢠Arbeiterbewegung
⢠Judenverfolgung
⢠BevÜlkerung
⢠Bauwerke
⢠Sakralgebäude
⢠Kultur
⢠Verkehr
⢠Bildung
⢠Krankenhäuser
⢠Bibliotheken
⢠Sport
⢠Sonstiges
⢠Siehe auch
⢠Literatur
⢠Weblinks
⢠Einzelnachweise
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Geographie
Moabit wird von den WasserstraĂen Spree, Berlin-Spandauer Schifffahrtskanal, Westhafenkanal und Charlottenburger Verbindungskanal umschlossen. Die insofern kĂźnstliche Insel ist durch 26 StraĂen-, Bahn- und FuĂgängerbrĂźcken mit der umgebenden Stadtlandschaft verbunden. Dies sind (Reihenfolge im Norden beginnend und dann im Uhrzeigersinn weiter):
FĂśhrer BrĂźcke, TorfstraĂensteg, BrĂźcke der Ringbahn, BrĂźcke der Fernbahn, FennbrĂźcke, NordhafenbrĂźcke, Kieler BrĂźcke, Golda-Meir-Steg, SandkrugbrĂźcke, BahnbrĂźcke am Hauptbahnhof, Hugo-PreuĂ-BrĂźcke, Gustav-Heinemann-BrĂźcke, MoltkebrĂźcke, Kanzleramtssteg, LutherbrĂźcke, BahnbrĂźcke am S-Bahnhof Bellevue, Gerickesteg, Moabiter BrĂźcke, LessingbrĂźcke, HansabrĂźcke, Wullenwebersteg, GotzkowskybrĂźcke, Kaiserin-Augusta-BrĂźcke, SickingenbrĂźcke, BahnbrĂźcke Ăźber den Verbindungskanal und Ludwig-Hoffmann-BrĂźcke.
Die trennende Wirkung der Wasserläufe wird im Norden und Osten durch ausgedehnte Bahnanlagen und den Westhafen, den grĂśĂten Berliner Hafen, noch verstärkt. Die angrenzenden Ortsteile sind Wedding im Norden, Mitte im Osten, Tiergarten und Hansaviertel im SĂźden (alle im Bezirk Mitte), sowie Charlottenburg im Westen und Charlottenburg-Nord im Nordwesten (beide im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf). Dabei machen die Anteile der Landgrenzen rund fĂźnf Prozent aus, alle weiteren Grenzen werden von Wasserwegen gebildet.
GrĂśĂte GrĂźnfläche ist der nach einem frĂźheren BezirksbĂźrgermeister benannte Fritz-SchloĂ-Park, der als TrĂźmmerberg auf einem ehemaligen Exerzierplatz entstand. Kleinere GrĂźnflächen sind der Kleine Tiergarten und der Ottopark, beide befinden sich genau zwischen der TurmstraĂe und Alt-Moabit. Weitere grĂśĂere GrĂźnflächen sind der Unionpark (zwischen Unionplatz und WiclefstraĂe, mit einem Ausgang zur Bremer StraĂe) sowie der Carl-von-Ossietzky-Park (Alt-Moabit, gegenĂźber der JVA Moabit).
Moabit ist in mehrere Ortslagen unterteilt, darunter den sternfĂśrmigen Stephankiez rund um den Stephanplatz in der Nähe des Hauptbahnhofs, ein GrĂźnderzeitviertel mit zu 90 Prozent erhaltener historischer Bausubstanz, und zukĂźnftig die Europacity. Weitere Kieze sind der Beusselkiez, der Huttenkiez (auch Hutteninsel, da sie durch das Industriegebiet abgetrennt ist), das Westfälische Viertel (zwischen StromstraĂe, Alt-Moabit, GotzkowskystraĂe und Spree) und der Lehrter-StraĂen-Kiez.
Geschichte
Name
Die Herkunft des Namens Moabit wird auf die ersten Bewohner dieses Gebietes, die Hugenotten, zurĂźckgefĂźhrt. Die franzĂśsischen GlaubensflĂźchtlinge nannten ihren neuen Wohnsitz in Anlehnung an das Alte Testament terre de Moab, weil sie hier ebenso Zuflucht fanden wie Elimelech und die Seinen im Land der Moabiter. Erklärungen, nach denen der Name Moabit spotthalber aus la terre maudite (verfluchtes Land) wegen seines sandigen Bodens entstandcite-ref-1[1] oder die Siedler, vom Nichtgedeihen ihrer auf dem sandigen märkischen Boden angepflanzten Maulbeerbäume enttäuscht, ihn nach dem biblischen Land Moab wegen seiner WĂźstenähnlichkeit wähltencite-ref-2[2] oder der Name vom slawischen moch (in der Bedeutung âMoosâ) abzuleiten ist, gelten als nicht haltbar.cite-ref-3[3] Eine weitere Theorie besagt, dass die Hugenotten das Gebiet als mon habit bezeichneten, was eine verkĂźrzte Version von mon habitation sein soll, das im Deutschen mit âmeine Wohnstätteâ wiedergegeben werden kann.
Beginn der Besiedelung
Das Gebiet des heutigen Moabit war ab dem 13. Jahrhundert als GroĂe Stadtheide unter Berliner Verwaltung und diente als Viehweide. Im 15. Jahrhundert wurden die Ländereien westlich Berlins Eigentum der brandenburgischen KurfĂźrsten, die die wildreichen Wälder sĂźdlich der Spree zu ihrem Jagdgebiet, dem Tiergarten, machten. Dem Wachstum der Residenzstadt unter dem GroĂen KurfĂźrsten Friedrich Wilhelm fielen Teile des Tiergartens zum Opfer, was durch die Erweiterung um den Kleinen Tiergarten nĂśrdlich der Spree kompensiert wurde. Das gesamte Jagdrevier wurde bis 1859 mit einem umlaufenden Wildgatter versehen.
Die Besiedelung des heutigen Moabit begann 1685 mit dem Bau des Staakensetzerhaus an der Westgrenze des Wildparks. 1698 ĂźberlieĂ KurfĂźrst Friedrich III. den auf dem Areal des heutigen Humboldthafens liegenden Weinberg dem Hugenotten MenardiĂŠ, der hier ein Gasthaus betrieb. Im Jahr 1717 siedelte KĂśnig Friedrich Wilhelm I. zwischen der heutigen StraĂe Alt-Moabit und der Spree Hugenotten an. Nach eigenen Ideen und in seinem Auftrag pflanzten sie Maulbeerbäume fĂźr die Seidenraupenzucht an. Das Experiment scheiterte um 1725 an der unzulänglichen Qualität der BĂśden. Die GrundstĂźcke dienten danach meist gärtnerischen Zwecken. Ihre Häuser verkauften die Seidenbauern an Berliner BĂźrger als Sommerwohnungen. In Zusammenhang mit der Umgestaltung des Tiergartens zu einem Ăśffentlichen Park erlaubte KĂśnig Friedrich II. 1745 zwei Hugenotten die ersten Berliner Gartenlokale anzulegen. Sie servierten mocca faux, wĂśrtlich falscher, weil billiger, nachgemachter Kaffee, der bald zum Muckefuck wurde.cite-ref-4[4] Daraus entwickelte sich die Ausflugsgegend In den Zelten.cite-ref-5[5]
In den ersten Jahrzehnten des 18. Jahrhunderts begann auch die militärische Nutzung groĂer Teile des Gebiets von Moabit. Die kĂśniglichen PulvermĂźhlen westlich des Moabiter Weinbergs machten 1717 den Anfang und bis 1734 dehnten sich die militärischen Anlagen bis dicht an die Hugenotten-Kolonie aus. Die Bezeichnung Pulverwiesen fĂźr die Spreewiesen sĂźdlich der Militäranlagen hielt sich bis zum Ende des 19. Jahrhunderts. Das Militärgebiet wirkte wie ein Riegel und verhinderte eine direkte Verbindung zwischen Moabit und Berlin.
Im westlichen Teil des heutigen Moabit, der bis 1938 noch zum damaligen Bezirk Charlottenburg gehĂśrte, erĂśffnete 1735 ein Franzose eine Schenke. Der wegen seiner geringen GrĂśĂe petit Martin oder berlinisch Martinicken genannte Wirt gab dem damals unbebauten Feld den Namen Martinikenfelde. Auf diesem Gebiet entwickelte sich später das Fabrikenviertel von Moabit.
Zwei Westfalen erhielten um 1769 Ländereien von Friedrich II. im Gebiet des heutigen Westfälischen Viertels von Moabit. Ihnen wurde auferlegt, die Brandenburger darin zu unterrichten, lebende Hecken nach westfälischer Art zur Einfriedung ihrer HÜfe anzulegen. Die Westfalen errichteten auf ihren Anwesen Gaststätten, die sich steigender Beliebtheit bei der StadtbevÜlkerung des ausgehenden 18. Jahrhunderts erfreuten. Moabit war damit zu dieser Zeit ein Naherholungsgebiet mit ländlichem Charakter.
Industrialisierung
In einer ersten Expansionswelle wichen die Industriebetriebe, die in Berlin keine Grundstßcke mehr fanden und deren Geruchs- und Lärmbelästigung in der gewachsenen Stadt nicht mehr geduldet wurde (Feuerland), in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts nach Moabit aus. Dabei war die Lage an der Spree als Transportweg fßr Kohle, Rohmaterial und die Produkte entscheidend.
Bereits 1836 hatte die Maschinenbauanstalt der KĂśniglichen Seehandlung ihre Erweiterung am Spreeufer Ăśstlich der KirchstraĂe begonnen; 1850 wurde sie von Borsig als zweiter Moabiter Standort Ăźbernommen, 1898 geschlossen und abgerissen fĂźr den Bau von Mietskasernen. August Borsig selbst hatte 1847 den Bau eines Eisenwerks sĂźdlich der StraĂe Alt-Moabit bis zum Spreeufer etwa von der heutigen Elberfelder StraĂe bis zur Krefelder StraĂe begonnen, dies mehrfach erweitert und dort auch seine Villa Borsig errichtet.cite-ref-6[6]
Moabit wurde besonders im ausgehenden 19. Jahrhundert immer stärker bevĂślkert. 1861 kam es zur Eingemeindung nach Berlin, die besiedelte Fläche nahm zu und viele GroĂindustrien wurden durch den Neubau von Mietskasernen in den Wedding verdrängt. Die GroĂindustriellen rechneten sich aus, dass mit Miete mehr Geld zu verdienen sei als mit der Produktion von GĂźtern. AuĂerdem sind Mietwohnungen weniger von der wirtschaftlichen Lage abhängig und bringen immer einen regelmäĂigen Ertrag. So wurde aus dem ehemaligen Produktionsgebiet ein reines Arbeiterwohnviertel. Lediglich im Westen Moabits sind noch Industrieanlagen wie beispielsweise die berĂźhmte AEG-Turbinenfabrik erhalten.
Zur geistlichen Betreuung der Ăźberwiegend aus Schlesien stammenden katholischen Arbeiter der Moabiter Industriegebiete wurde im Jahr 1867 mit UnterstĂźtzung des Fabrikanten August Julius Albert Borsig, des Sohnes von August Borsig, das erste nachreformatorische Kloster Berlins gegrĂźndet, das Dominikanerkloster St. Paulus mit gleichnamiger Pfarrkirche. In den Jahren 1892/1893 wurde das heutige Kirchengebäude im Stil der Neogotik nach Plänen von Engelbert Seibertz an der Oldenburger Ecke WaldenserstraĂe errichtet. Im September 1910 ereigneten sich die Moabiter Unruhen. 1920 wurde Moabit Teil des neugebildeten Bezirks Tiergarten.
Arbeiterbewegung
GroĂe Teile von Moabit sind traditionelle Arbeiterwohnviertel; Teile davon hatten politisch aktive Bewohner, so beispielsweise der Rote Beusselkiez oder der benachbarte Rostocker Kiez, in denen nach der âMachtergreifungâ durch die Nationalsozialisten im Jahr 1933 kommunistische Widerstandszellen aktiv waren.
Judenverfolgung
Aus dem Gebiet des heutigen Moabit wurden zwischen 1941 und 1945 mehr als 1900 Juden deportiert. Die meisten von ihnen wurden in den Lagern von Auschwitz, Theresienstadt oder Minsk ermordet. Es wird geschätzt, dass etwa genauso viele Juden ihrer Deportation und Ermordung durch die Flucht ins Ausland entkamen.cite-ref-7[7]
Militär und Bahn
Das ehemalige PulvermĂźhlenterrain â ein sumpfiges Ădland, auf der in Sicherheitsabständen Pulverfabriken und Depots fĂźr SchieĂpulver angelegt waren â wurde nach 1850 mit Kasernen fĂźr Garderegimenter bebaut (InvalidenstraĂe, Rathenower, Perleberger, Lehrter StraĂe) und mit dem Spreebogen verbunden. In der Nähe wurden Wohnhäuser fĂźr die Offiziere gebaut. Teile des Geländes im Staatsbesitz gingen an die Justiz (TurmstraĂe), am SĂźdrand wurden BahnhĂśfe und der Packhof gebaut.cite-ref-8[8] Der Moabiter Werder blieb ein schwieriger Baugrund.
VerwaltungszugehĂśrigkeit
1861 wurde Moabit nach Berlin eingemeindet. Seit 1920 war Moabit Teil des Bezirks Tiergarten. Seit der Verwaltungsreform im Jahr 2001 gehĂśrt Moabit zum Bezirk Mitte.
BevĂślkerung
Das Gebiet des heutigen Ortsteils Moabit war trotz der Entwicklung Berlins lange Zeit nahezu unbewohnt. Selbst nachdem die Nutzung als Viehweide geendet hatte, wuchs die Einwohnerzahl nur langsam. Erst nach der Eingemeindung nach Berlin 1861 kam es dann zu einem raschen Anstieg. Vor dem Zweiten Weltkrieg zählte Moabit zu den äuĂerst dicht besiedelten Arbeitervierteln mit sehr dichter Bebauung. Durch die alliierten Luftangriffe im Zweiten Weltkrieg wurden rund zwei Drittel der Gebäude zerstĂśrt, auf einen kompletten Wiederaufbau wurde zugunsten einer offeneren Bebauung verzichtet.
1716: Entstehung der Kolonie Moabit (âAlt-Moabitâ)
1801: 000 120 Einwohner
1805: 000 201 Einwohner
1818: Entstehung von Neu-Moabit, Zusammenwachsen mit Alt-Moabit zu einer Industrievorortgemeinde
1835: 000 709 Einwohner
1861: 006.534 Einwohner, Eingemeindung nach Berlin
1871: 014.818 Einwohner
1880: 029.693 Einwohner
1910: 190.000 Einwohnercite-ref-9[9]
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 2007 | 69.491 |
| 2010 | 69.713 |
| 2015 | 76.187 |
| 2020 | 81.021 |
| 2021 | 81.739 |
| 2022 | 84.148 |
| 2023 | 84.113 |
| 2024 | 84.490 |
Quelle: Statistischer Bericht A I 5. Einwohnerregisterstatistik Berlin. Bestand â Grunddaten. 31. Dezember. Amt fĂźr Statistik Berlin-Brandenburg (jeweilige Jahre)cite-ref-10[10]
Einen Migrationshintergrund (deutsche Staatsbßrger + Ausländer) haben 52,9 % der Einwohner von Moabit (Berlin: 36,6 %, Stand: 2021).cite-ref-11[11] Der Anteil der ausländischen BevÜlkerung beträgt 33,0 %, der Berliner Durchschnitt liegt bei 21,5 %.
SehenswĂźrdigkeiten und Kultur
Bauwerke
Sakralgebäude
⢠Evangelische Kirche St. Johannis an der StraĂe Alt-Moabit, erbaut 1835 von Karl Friedrich Schinkel, erweitert 1857 von Friedrich August StĂźler sowie 1896 von Max Spitta; die Kirche bildet den Point de vue am Ende der KirchstraĂe. In einem Nebengebäude der Kirche war vom 16. Juni 2017 bis Oktober 2020 die Ibn-Rushd-Goethe-Moschee untergebracht, eine liberale Moschee deren GrĂźndung im Wesentlichen auf das Engagement der Menschenrechtlerin Seyran AteĹ zurĂźckzufĂźhren ist, die hier auch als Imamin tätig ist.
⢠Evangelische Heilandskirche an der Thusneldaallee zwischen TurmstraĂe und Alt-Moabit, erbaut 1892â1894 von Friedrich Schulze
⢠Evangelische Reformationskirche an der Ecke Beussel-/WiclefstraĂe, erbaut 1905â1907 nach Plänen des Dombaumeisters Ernst Schwartzkopff durch Georg Dinklage und Ernst Paulus
⢠Evangelische ErlÜserkirche an der Gotzkowskybrßcke
⢠Katholische Kirche St. Paulus, Klosterkirche der Dominikaner an der Oldenburger StraĂe (s. o.)
⢠Evangelische Heilige-Geist-Kirche an der Ecke Perleberger StraĂe/BirkenstraĂe, 1905/1906 nach EntwĂźrfen von August Dinklage und Ernst Paulus in rotem Backstein
Wirtschafts-, Verkehrs- und sonstige Gebäude
⢠Hamburger Bahnhof, erbaut 1846/1847, seit dem Umbau durch Josef Paul Kleihues 1990â1996 Museum fĂźr Gegenwart
⢠Schultheiss-Brauerei, StromstraĂe, auch bekannt als Sudhaus, erbaut 1871/1896 von Friedrich Koch, 2018 als Einkaufszentrum Schultheiss Quartier umgebaut
⢠Justizvollzugsanstalt Moabit erbaut 1877â1882 als Untersuchungsgefängnis und Kriminalgericht, letzteres im Zweiten Weltkrieg zerstĂśrt, das Gefängnis erhalten und in Betrieb
⢠Moabiter Markthalle erbaut 1891 von Hermann Blankenstein
⢠kombiniertes Gebäude fßr Stellwerk Mwt und Wasserturm des Gßterbahnhofs Moabit erbaut 1892 von Karl Cornelius an der Beusselbrßcke
⢠Kraftwerk Moabit, erbaut 1899â1901 als zweites Berliner Drehstrom-Kraftwerk nach Plänen von Franz Schwechten
⢠Kriminalgericht Moabit errichtet 1902â1906 als Erweiterung des Kriminalgerichts Moabit nach Plänen von Paul Thoemer im Wilhelminischen Stil
⢠AEG-Turbinenfabrik, erbaut 1909 von Peter Behrens, bedeutendes Beispiel der Industriearchitektur in Deutschland
⢠Westhafen, erbaut 1914â1927 in mehreren Etappen nach Plänen des Stadtbaurats Friedrich Krause mit von Richard Wolffenstein gestalteten Hafengebäuden; grĂśĂter Hafen Berlins
⢠Rathaus Tiergarten, erbaut 1935â1937 von Richard Ermisch, ein Beispiel der Architektur in der Zeit des Nationalsozialismus
⢠Abwasser-Pumpwerk Alt-Moabit, entworfen 1978 und erbaut 1985â1987 von Oswald Mathias Ungers
⢠Berliner GroĂmarkt mit Fruchthof Berlin in der BeusselstraĂe
⢠Berlin Hauptbahnhof, erbaut zwischen 1995 und 2006, entworfen von Meinhard von Gerkan
⢠Berliner Dienstsitz des Bundesinnenministeriums, 2015 fertiggestellt
Wohnbauten
⢠Reformmietshaus SickingenstraĂe 7/8 von Alfred Messel
⢠Wohnhaus von Hans Kollhoff in der HuttenstraĂe aus den 1990er Jahren
⢠Grßnderzeitviertel im Stephankiez
⢠Wohnhaus von Kurt Tucholsky in der LĂźbecker StraĂe 13
⢠Wohnhaus in der BirkenstraĂe 49 im Stephankiez, 1872 durch Julius Albert Egerland errichtet, 1884 kaufte es Albert Borsig, der Sohn des GrĂźnders der Borsigwerke August Borsig. Das Haus zeichnet sich durch eine feingliedrige, axial gegliederte Stuckfassade in klassizistischer Tradition aus. Die spätklassizistische Bauweise wurde von der Schinkelschule beeinflusst. Die Fensterrahmungen bestehen aus korinthischen Pilastern mit Giebelgebälk, in der ersten Etage findet man das Relief kämpfender LĂśwen. Als Dekor dient Konsolgesims, Mäander- und Blattwerkfriese, Zahnschnitt und Rosettenfriese. 1988/1989 wurde das Gebäude schonend saniert und die Fassade restauriert.
⢠âAbgeordneten-Schlangeâ oder âWohnschlangeâ, ein langgezogenes und in Wellenform erbautes Wohnhaus fĂźr Bundestagsabgeordnete und fĂźr Bedienstete des Bundes in Berlin auf dem Moabiter Werder
Plätze
Im Jahr 1880 wurde der Stephanplatz als Mittelpunkt des Stephankiezes angelegt. In den umgebenden StraĂen befinden sich viele Häuser aus der GrĂźnderzeit mit reich dekorierten Stuckfassaden aus den Jahren 1880 bis 1890, die inzwischen fast alle restauriert worden sind. Als auffällige Fassadenelemente dienen FensterbrĂźstungen, die mit Terrakotta geschmĂźckt sind, die Ziegel teilweise glasiert.
Auf dem Platz befindet sich ein Spielplatz mit FuĂballfeld und Skateranlage, auĂerdem sind SitzmĂśglichkeiten vorhanden. Hier hat auch der Stadtteilladen des Vereins BĂźrSTE (BĂźrger fĂźr den Stephankiez in Mitte) seinen Sitz.
Ebenfalls auf dem Stephanplatz befindet sich ein âCafe Achteckâ: Auf einem achteckigen Grundriss wurde hier im Jahr 1899 eine BedĂźrfnisanstalt aufgestellt. Die AuĂenwände bestehen aus grĂźn gestrichenen und ornamental verzierten Gusseisenwänden, die zwischen gusseisernen Pfosten eingespannt sind. Auf der Oberseite ist eine Fensterreihe mit verglasten und kreuzfĂśrmig vergitterten Ăffnungen eingebaut. Als DachkrĂśnung dient eine achtseitige LĂźftungshaube. Die drei BedĂźrfnisstände sind durch Schieferplatten getrennt und haben Rinnen im Boden. Der Eingang ist durch eine dreiseitige Schutzwand verdeckt. Ende des 19. Jahrhunderts wurde durch die Einrichtung Ăśffentlicher BedĂźrfnisanstalten eine deutliche Verbesserung der hygienischen Verhältnisse erzielt. Heute dient das âCafĂŠ Achteckâ als berlintypisches Fotomotiv.
Denkmäler
⢠Deportationsmahnmal Putlitzbrßcke, ein Mahnmal zur Erinnerung an die Deportation von Juden aus Deutschland auf der Ostseite der Putlitzbrßcke
⢠Denkmal mit einer PortraitbĂźste von Wilhelm Schwartz aus Bronze auf dem Spielplatz Wilsnacker StraĂe (derzeit beschädigt)
⢠Geschichtsparkâ ehemaliges Zellengefängnis Moabit
⢠Friedensstatue (Kopie des Originals, das in Seoul steht) auf dem Unionsplatz zum Gedenken an die Trostfrauen im Zweiten Weltkrieg in Asien: eine sitzende Bronzefigur in LebensgrĂśĂe, daneben ein leerer Stuhl.cite-ref-14[14]
Kultur
In Moabit befinden sich zahlreiche MĂśglichkeiten fĂźr KĂźnstler, ihre Werke auszustellen und einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Seit 2006 finden einmal jährlich die Moabiter Kulturtage âInselglĂźckâ statt, organisiert vom Kunstverein Tiergarten e. V., der auch die Galerie Nord betreibt. Auch die Kulturfabrik Moabit ist Ăźber Moabit hinaus bekannt: Hier finden zahlreiche kulturelle Veranstaltungen, Konzerte und Lesungen statt. Im Sommer laufen im Freiluftkino der Kulturfabrik kostenlos aktuelle Filme und Klassiker.
Die frĂźheren Kinos des Ortsteils â als ehemalige Arbeitergegend hatte Moabit seit Beginn der Kinogeschichte bis in die 1960er Jahre eine hohe Konzentration an Kinos â wurden bis Ende der 1970er Jahre alle geschlossen.cite-ref-15[15] 1991 nahm mit dem Filmrauschpalast in der Kulturfabrik Moabit in der Lehrter StraĂe ein neues Programmkino seinen Spielbetrieb auf.cite-ref-16[16] Seit 2011 setzt sich die Initiative âKino fĂźr Moabitâ in der Trägerschaft des Moabiter Filmkultur e. V. fĂźr eine Erneuerung der Moabiter Filmkultur ein und veranstaltet regelmäĂig Filmabende als Wanderkino.cite-ref-17[17]
Im ehemaligen Empfangsgebäude des Hamburger Bahnhofs befindet sich seit 1996 das Museum fßr Gegenwart. Es ist Teil der Nationalgalerie und beherbergt deren Sammlungsteil der zeitgenÜssischen Kunst ab 1960.cite-ref-18[18] 2004 wurde die Ausstellungsfläche des Museums durch die Nachnutzung benachbarter Hallen der Spedition Rieck um 6000 m² erweitert, um Teile der Friedrich Christian Flick Collection präsentieren zu kÜnnen.cite-ref-19[19]
Seit 2012 befindet sich auf dem Gelände des Stadtgartens Moabit im ehemaligen GĂźterbahnhof Berlin-Moabit das Zentrum fĂźr Kunst und Urbanistik (ZK/U).cite-ref-20[20] GegrĂźndet vom KĂźnstlerkollektiv KUNSTrePUBLIK,cite-ref-21[21] lädt das ZK/U zu regelmäĂigen Veranstaltungen wie GĂźtermarkt,cite-ref-22[22] Speisekino und dem monatlichen OPENHAUS. Vor Ort arbeiten und wohnen internationale KĂźnstler und Stadtforscher und befassen sich entlang zeitgenĂśssischer Fragestellungen mit dem Phänomen âStadtâ.
Das Dodohaus hat sich zur Aufgabe gemacht, die Kunst im Kiez zu fĂśrdern. Das Afrikahaus ist ein Ort der Begegnungen mit wechselnden Ausstellungen und kulturellen Veranstaltungen. Der Kunst im Ăśffentlichen Raum widmet sich das Projekt Kurt-Kurt, das seine Räume im Geburtshaus von Kurt Tucholsky in der LĂźbecker StraĂe hat. 2014 entstand in Moabit die LesebĂźhne fĂźr Junge Literatur âHauser & Tigerâ, benannt nach Tucholskys Pseudonymen âKaspar Hauserâ und âTheobald Tigerâ.
Verkehr
Moabit wird von der S-Bahn tangiert, teilweise von der StraĂenbahn erschlossen und der U-Bahn durchquert.
Im Norden verläuft der S-Bahn-Ring mit den S-Bahn-Stationen BeusselstraĂe und Westhafen. Hier befand sich auch der GĂźterbahnhof Moabit. Zwischen 1941 und 1945 wurden Ăźber 30.000 Berliner Juden von der zur Sammelstelle umfunktionierten Synagoge LevetzowstraĂe durch die Moabiter StraĂen zum GĂźterbahnhof Moabit an der QuitzowstraĂe getrieben. Von dort fuhren die DeportationszĂźge zu den Ghettos und Vernichtungslagern der Nationalsozialisten.
Im SĂźden schneidet die Stadtbahn mit der Station Hauptbahnhof den Ortsteil. Die U-Bahn-Linie U9 durchquert Moabit mittig in Nord-SĂźd-Richtung mit den BahnhĂśfen Westhafen, BirkenstraĂe und TurmstraĂe. Zusätzlich verläuft der nĂśrdliche Abschnitt des Berliner Regional- und Fernbahnnetzes parallel zur S-Bahn mit Abzweigung zum Hauptbahnhof. Geplant ist die Einrichtung der Station Perleberger BrĂźcke im Zuge des Bauprojektes S21, die den Ortsteil von Nord nach SĂźd durchqueren soll und den Hauptbahnhof in Tieflage anbinden wird.
Seit 14. Dezember 2014cite-ref-23[23] kĂśnnen Fahrgäste den Ăśstlichen Teil von Moabit mit der StraĂenbahn erreichen. Im Zuge der besseren Verkehrsanbindung des Ortsteils wurde 2023 die StraĂenbahnlinie M10 entlang der InvalidenstraĂe, Alt-Moabit, Rathenower StraĂe und TurmstraĂe zum U-Bahnhof TurmstraĂe verlängert.
Im Rahmen des sogenannten 200-Kilometer-Plans war eine Verlängerung der heutigen U-Bahn-Linie U5 vom Alexanderplatz bis zum Bahnhof Jungfernheide und weiter bis zum damaligen Flughafen Tegel geplant. Diese Verlängerung sollte auch den U-Bahnhof TurmstraĂe mit UmsteigemĂśglichkeit zur U9 kreuzen. HierfĂźr wurde am U-Bahnhof TurmstraĂe bereits ein Zwischengeschoss erbaut, das inzwischen teilweise fĂźr einen zusätzlichen Ausgang zur sĂźdlichen StraĂenseite der TurmstraĂe genutzt wird. Nach den derzeitigen Planungen wird die Verlängerung der U5 bis Jungfernheide bzw. zum ehemaligen Flughafen Tegel nicht mehr verfolgt. Gebaut wurde lediglich der Abschnitt vom Alexanderplatz bis zum Hauptbahnhof. Der Teilabschnitt vom Brandenburger Tor Ăźber den Platz der Republik bis zum Hauptbahnhof wurde am 8. August 2009 als kurze Pendellinie U55 in Betrieb genommen und am 17. März 2020 wieder eingestellt. Diese Trasse wird seit Dezember 2020 von der verlängerten Linie U5 genutzt.
Siehe auch
:
Liste der StraĂen und Plätze in Berlin-Moabit
Bildung
Grundschulen
⢠Anne-Frank-Grundschule, PaulstraĂe 20B, (frĂźher in der TurmstraĂe)
⢠Carl-Bolle-Grundschule, WaldenserstraĂe 20â21
⢠Heinrich-von-Stephan-Gemeinschaftsschule, Neues Ufer 6
⢠Kurt-Tucholsky-Grundschule, Rathenower StraĂe 18
⢠Miriam-Makeba-Grundschule, ZinzendorfstraĂe 15â16, (Zusammenschluss der Wartburg- mit der Gotzkowsky-Schule)
⢠Moabiter Grundschule, PaulstraĂe 28
⢠Theodor-Heuss-Gemeinschaftsschule, SiemensstraĂe 20
⢠Katholische Schule Sankt Paulus (privat), WaldenserstraĂe 27
Integrierte Sekundarschulen
⢠Hedwig-Dohm-Schule, StephanstraĂe 27
Gymnasien
⢠Rosalind-Franklin-Gymnasium, TurmstraĂe 75cite-ref-24[24]
Weitere Bildungseinrichtungen
⢠Oberstufenzentrum Banken und Versicherungen, Alt-Moabit 10
⢠Berlin-Kolleg Institut zur Erlangung der Hochschulreife, TurmstraĂe 75
⢠Staatliche Technikerschule, Bochumer StraĂe 8b
⢠Verwaltungsakademie Berlin, TurmstraĂe 68
Ăffentliche Einrichtungen
Krankenhäuser
Das Krankenhaus Moabit, das in der TurmstraĂe 21 jahrzehntelang weit Ăźber die Grenzen Moabits hinaus bekannt war, besteht inzwischen nicht mehr als Gesamtkrankenhaus. Nach der SchlieĂung im Jahr 2001 sind dort zahlreiche Arztpraxen und eine Krankengymnastikschule eingezogen.
Bibliotheken
⢠Bruno-LĂśsche-Bibliothek, Perleberger StraĂe 33
⢠Kurt-Tucholsky-Bibliothek, Rostocker StraĂe 32b
Sport
PersĂśnlichkeiten
SĂśhne und TĂśchter des Ortsteils
⢠Ernst Borsig (1869â1933), GroĂindustrieller
⢠Eberhard Faden (1889â1973), Lehrer und Historiker
⢠Kurt Tucholsky (1890â1935), Schriftsteller, in der LĂźbecker StraĂe 13 geboren (Gedenktafel)
⢠Paul Westermeier (1892â1972), Schauspieler, in der Rathenower StraĂe 45 geboren
⢠Wilhelm Wissmann (1899â1966), Sprachwissenschaftler
⢠Klaus Zweiling (1900â1968), Philosoph
⢠Hans Biallas (1903â1977), NS-Funktionär
⢠Friedrich Willy Teutloff (1903â1992), Modeunternehmer
⢠Rudolf Wilhelm (1905â1977), FuĂballspieler
⢠Sebastian Haffner (1907â1999), Publizist und Schriftsteller
⢠Herta Zerna (1907â1988), Schriftstellerin
⢠Herbert Meschkowski (1909â1990), Mathematiker
⢠Benno von Knobelsdorff-Brenkenhoff (1915â2002), Offizier und Historiker
⢠Henryk Skrzypczak (1926â2017), Historiker
⢠Michael Weidt (* 1946), Fotograf
⢠Christian Schodos (* 1965), Schauspieler und Sänger
⢠Sebastian BÜhm (* 1972), Objektkßnstler
⢠Marvin Game (* 1991), Musiker und Moderator
Mit Moabit verbundene PersĂśnlichkeiten
⢠Georg Christian Beussel (1774â1864), Gutsbesitzer in Moabit, nach ihm ist die BeusselstraĂe benannt
⢠Carl Bolle (1832â1910), GrĂźnder der Meierei C. Bolle in Alt-Moabit 98 (Gedenktafel)
⢠Oskar Frenzel (1855â1915), impressionistischer Maler, lebte in der BirkenstraĂe 71
⢠Ottilie Pohl (1867â1943), Stadtverordnete der USPD, Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus, lebte in der BeusselstraĂe 43 (Gedenktafel)
⢠Alfred Saltzgeber (1872â1936), Gefangenenseelsorger in der Untersuchungshaftanstalt Moabit
⢠Eugen Wolbe (1873â1938), Lehrer an der Fichte-Realschule (heute: Moses-Mendelssohn-Oberschule) (Gedenktafel)
⢠Georg Rosenthal (1874â1934), Pädagoge, Lehrer am Luisengymnasium
⢠Elisabeth Abegg (1882â1974), Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus, Lehrerin am Luisengymnasium
⢠GĂźnther Dehn (1882â1970), Pfarrer an der Reformationskirche (Gedenktafel)
⢠Ernst Kaeber (1882â1961), Historiker, Direktor des Berliner Landesarchivs, lebte in der Dortmunder StraĂe 6 (Gedenktafel)
⢠Siegbert Springer (1882â1938), Jura-Repetitor, lebte in der SpenerstraĂe 15 (Gedenktafel)
⢠Elfriede Heisler (1885â1919), Schauspielerin, lebte in der WullenweberstraĂe 11
⢠Sabina Spielrein (1885â1942), Psychoanalytikerin, lebte in der ThomasiusstraĂe 2 (Gedenktafel)
⢠Willi Worpitzky (1886â1953), FuĂballspieler, in Moabit aufgewachsen
⢠Wilhelm Fitzner (1891â1950), Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus, Rechts- und Steuerberater in Moabit
⢠Helmut Hitzigrath (1891â1950), Pfarrer in Moabit
⢠Bernhard Zessin (1900â1983), Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus, in Moabit aufgewachsen
⢠Mohamed Helmy (1901â1982), Gerechter unter den VĂślkern, lebte in der Krefelder StraĂe 7 (Gedenktafel)
⢠Menachem Mendel Schneerson (1902â1994), âRebbeâ der Chabad-Bewegung, lebte am Hansa-Ufer 7 (Gedenktafel)
⢠Max Riedel (1903â1990), Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus, in Moabit aufgewachsen
⢠Werner ForĂmann (1904â1979), Mediziner und Nobelpreisträger, arbeitete am Krankenhaus Moabit
⢠Georg Groscurth (1904â1944), Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus, Arzt am Krankenhaus Moabit (Gedenktafel)
⢠Gertrud Marx (1904â1989), Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus, lebte in der StephanstraĂe 19 (Stolperstein)
⢠BrĂźder Sass (1904â1940 bzw. 1906â1940), als âGeldschrankknackerâ bekannt gewordenes Einbrecherduo, in der BirkenstraĂe 57 aufgewachsen
⢠Susanne Witte (1905â2005), Gerechte unter den VĂślkern, in Moabit aufgewachsen
⢠Peter Anders (1908â1954), Opernsänger, lebte in der ThomasiusstraĂe 25 (Gedenktafel)
⢠Traugott Fedtke (1909â1988), Kantor und Organist der Johanniskirche
⢠Herbert Gollnow (1911â1943), Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus, lebte in der FeldzeugmeisterstraĂe 5 (Stolperstein)
⢠Johannes GrĂźtzke (1937â2017), Maler, in Moabit aufgewachsen
⢠Dieter Noll (1939â2014), Politiker (CDU), lebte in Moabit
⢠Horst Krause (1941â2025), Schauspieler, lebte in Moabit
⢠Rolf Schmachtenberg (* 1959), Wirtschaftswissenschaftler, lebt in Moabit
⢠Farin Urlaub (* 1963), verbrachte seine ersten Lebensjahre in Moabit
⢠Wolfram Burckhardt (* 1966), Verleger, lebt in Moabit
⢠Jens Augner (* 1971), Politiker (Bßndnis 90/Die Grßnen), lebt in Moabit
⢠Ijoma Mangold (* 1971), Schriftsteller und Literaturkritiker, lebt in Moabit
⢠Sawsan Chebli (* 1978), Politikerin (SPD), in Moabit aufgewachsen
⢠Ottilie Klein (* 1984), Politikerin (CDU), lebt in Moabit
⢠Apsilon (* 1998 oder 1999), Rapper, lebt in Moabit
⢠Michelangelo Fortuzzi (* 2001), Schauspieler, in Moabit aufgewachsen
Sonstiges
Ăber Berlin hinaus ist Moabit durch die Justizvollzugsanstalt und das grĂśĂte Kriminalgericht Europas bekannt, weswegen Moabit mitunter als Synonym fĂźr das Gefängnis verwendet wird.cite-ref-25[25]
Siehe auch
Literatur
⢠Geschichtslandschaft Berlin, Orte und Ereignisse. Band 3: Tiergarten. Teil 2: Moabit. Nicolai, Berlin 1987, ISBN 3-87584-221-9.
⢠Olaf Saeger: Moabiter Details â Schatten im Paradies. Weidler, Berlin 1995, ISBN 3-925191-59-3.
⢠Jßrgen Karwelat: Insel Moabit. Eine Dreiviertel-Rundfahrt mit dem Schiff. Berliner Geschichtswerkstatt, Berlin 1986, ISBN 3-925702-06-7.
⢠Wilhelm Oehlert: Moabiter Chronik. Festgabe zur Feier der fßnfzigjährigen ZugehÜrigkeit des Stadtteils Moabit zu Berlin. Berlin 1910; Neuauflage: 2011, ISBN 978-3-86541-441-0.
⢠Olaf Schnur: Lokales Sozialkapital fĂźr die âsozialeâ Stadt. Politische Geographien sozialer Quartiersentwicklung am Beispiel Berlin-Moabit. Opladen 2003, ISBN 978-3-8100-3846-3.
⢠Alfred B. Gottwaldt: Mahnort Gßterbahnhof Moabit. Die Deportation von Juden aus Berlin. Hentrich & Hentrich, Berlin 2015, ISBN 978-3-95565-054-4.
⢠Bernd Hildebrandt, Ernst Haiger: Kriegsende in Tiergarten. Die Geschichte des Kriegsgräberfriedhofes Wilsnacker StraĂe. Lehmanns Media, 2009; korrigierter Nachdruck 2020, ISBN 978-3-86541-312-3.
Weblinks
Commons
: Berlin-Moabit
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikivoyage: Berlin-Moabit
â ReisefĂźhrer
⢠Moabit. Bezirksamt Mitte.
⢠Moabit Online
⢠Juden-Deportationen aus Moabit. Sie waren Nachbarn
⢠Audiowalk zu den Deportationen vom Gßterbahnhof Moabit. Ihr letzter Weg
⢠Bezirkschronik Tiergarten I: Moabit. Berliner Abendschau, 11. Januar 1961; ardmediathek.de
Einzelnachweise
cite-note-11. â Valentin Heinrich Schmidt, Valentin Friedrich Schnakenburg: Beschreibung der kĂśniglichen Residenzstädte Berlin und Potsdam. Band 1. Nicolai, Berlin 1769, S. 58; Textarchiv â Internet Archive
cite-note-22. â Wie noch bei Hans-Gert Kramer, GĂźnter Linde: Sprachen die Neandertaler Englisch, Aufbau Taschenbuch Verlag, Berlin 1993, ISBN 3-7466-8003-4, S. 200.
cite-note-33. â Paul Ortwin Rave (Einleitung); Irmgard Wirth (Bearb.): Die Bauwerke und Kunstdenkmäler von Berlin. Bezirk Tiergarten. Gebr. Mann, Berlin 1955, S. 20.
cite-note-44. â Hans-Gert Kramer, GĂźnter Linde: Sprachen die Neandertaler Englisch? Aufbau Taschenbuch Verlag, 1993, ISBN 3-7466-8003-4, S. 200.
cite-note-55. â Paul Ortwin Rave (Einleitung), Irmgard Wirth (Bearb.): Die Bauwerke und Kunstdenkmäler von Berlin. Bezirk Tiergarten. Gebr. Mann, Berlin 1955, S. 21; zu den Zelten S. 196 f.
cite-note-66. â Bei dem LocomotivenkĂśnig. In: Die Gartenlaube. Heft 35, 49, 1867, S. 554â558 (Volltext [Wikisource] â Deutschlands groĂe Industriewerkstätten, Nr. 4).
cite-note-77. â Sie waren Nachbarn. Website mit Schicksalen von Juden aus Moabit.
cite-note-88. â Fritz Wolff, Hermann Keller: Die Hochbauten der neuen Packhof-Anlage in Berlin. In: Zeitschrift fĂźr Bauwesen. Nr. 1, 1887, Sp. 1â40 (zlb.de â Atlas: Tafeln 1â4).
cite-note-99. â Ortsteil Moabit: Zentrum von Industrie, Recht und Politik. berlin.de
cite-note-1010. â Statistischer Bericht A I 5 â hj 2 / 23. Einwohnerregisterstatistik Berlin 31. Dezember 2023. (PDF) Amt fĂźr Statistik Berlin-Brandenburg, S. 24, abgerufen am 29. Februar 2024.
cite-note-1111. â Statistischer Bericht A I 5-hj 2/21. Einwohnerinnen und Einwohner im Land Berlin am 31. Dezember 2021. Grunddaten. (PDF; 969 kB) S. 27, 30.
cite-note-121. Umzug in den Neubau Moabiter Werder. (Memento des Originals vom 24. April 2016 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprßft. Bitte prßfe Original- und Archivlink gemäà Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bmi.bund.de bmi.bund.de
cite-note-132. Schlafende SchĂśnheiten. In: Tagesspiegel. 22. Dezember 2012 (archive.org).
cite-note-1414. â Trostfrauenstatue in Moabit: âDiese Statue ist wie der CSD oder Black Lives Matterâ. In: Berliner Zeitung. 20. August 2024, abgerufen am 22. August 2024.
cite-note-1515. â Sylvaine Hänsel, Angelika Schmitt (Hrsg.): Kinoarchitektur in Berlin 1885â1995. Dietrich Reimer Verlag, Berlin 1995, ISBN 3-496-01129-7, âTiergartenâ, S. 188â198.
cite-note-1616. â Kulturfabrik Moabit Filmrauschpalast. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂźgbar) am 1. Dezember 2017; abgerufen am 22. November 2017. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂźft. Bitte prĂźfe Original- und Archivlink gemäà Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/kulturfabrik-moabit.de
cite-note-1717. â Moabiter Filmkultur. Abgerufen am 22. November 2017.
cite-note-1818. â Staatliche Museen zu Berlin abgerufen am 13. November 2021
cite-note-1919. â Kaye Geipel: Siebenjähriges Provisorium. Umbau der Berliner Rieckhallen fĂźr die Friedrich Christian Flick Collection. In: Bauwelt. Ausgabe 39. Bauverlag BV, 2004, S. 14 ff. (bauwelt.de).
cite-note-2020. â zku-berlin.org
cite-note-2121. â kunstrepublik.de
cite-note-2222. â guetermarkt.de
cite-note-2323. â StraĂenbahn erreicht Moabit. In: moabitonline.de. Abgerufen am 31. Mai 2015.
cite-note-2424. â Feierliche Namensgebung fĂźr das Rosalind-Franklin-Gymnasium in der Turmstr. 75. In: Pressemitteilung. Bezirksamt Mitte, 11. Februar 2025, abgerufen am 12. Februar 2025.
cite-note-2525. â Beispiel aus der Berliner Morgenpost